Jeder kennt das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. Und jeder meint, die Botschaft dieser Geschichte erkannt zu haben. Der ebenso leichtgläubige wie eitle Kaiser – wenn man so will: ein imperiales fashion victim – wird nackt auf die Straße geschickt. Die Untertanen jubeln ihm zu, OBWOHL sie selbstverständlich die Nacktheit des Herrschers nicht übersehen können. Und das Märchen klärt weiter auf: Es braucht die Stimme eines naiven, kleinen Kindes, um die unübersehbare Wahrheit auszusprechen.

Relativ wenig wird über die beiden Überredungskünstler gesprochen, die dem Kaiser die Kleider aus den teuersten Stoffen webten und maßschneiderten. Es heißt, sie seien Betrüger. Sie selbst würden das selbstverständlich zurückweisen. Sie würden tief Luft holen und dann lang und breit ihre unersetzliche Überzeugungsleistung erklären, würden unsichtbare, aber um so teurere Stoffe durch ihre Finger gleiten lassen, mit den Zungen schnalzen und respektheischend um sich schauen: Was sie nicht für tolle Burschen seien! Millionen Menschen folgen ihren Ausführungen! Was könnte denn dann an ihrem Tun falsch sein?

Im heutigen Sprachgebrauch würden sich die beiden Schmeichler wohl Storyteller nennen. Hans Christian Andersen, der Autor des Märchens von des Kaisers neuen Kleidern nannte sie schlicht Betrüger. Aber so weit wollen wir hier nicht gehen.

Was tun wir, um unsere Kaiser (Klienten) nicht nackt in die Welt hinaus zu schicken?

NXDRF verfügt über langjährige Expertise darin, historische und wissenschaftliche Fakten in verständliche, Aufmerksamkeit erzeugende Geschichten zu übersetzen und diese Erzählungen visuell ansprechend filmisch aufzubereiten. NXDRF bietet diese Kernfunktion zwischen (Kunst)Historikern, Archivaren, Museumsexperten, Wissenschaftlern auf der einen und den Designern auf der anderen Seite. NXDRF schlägt die Brücke zwischen dem Wissen der Geschichts-, Museums- und Archivexperten einerseits und der Aufbereitung dieses Wissens als Film. Dies Brückenpfeiler sind Redaktion und Dramaturgie einer guten Erzählung.

Neue Formen, neue Formate

Mit der technologischen Entwicklung von bildgebenden Verfahren und der damit verbundenen Erschwinglichkeit technischer Anschaffungen entwickelt sich die Welt der visuellen Formen und Formate rasant, setzt sich in allen Lebensbereichen durch. NXDRF hat in den letzten Jahren verstärkt Augenmerk auf die Einbindung neuester technischer Möglichkeiten in das Erzählen von Geschichten gelegt. Dabei lassen sich ungeahnte Schätze heben! Zum Beispiel: Erste Skizzen für das work in progress „Pflanzen in Gesellschaft” entstanden nach einer eher zufälligen Begegnung mit dem Hortus botanicus Vindobonensis der Kaiserin Maria Theresia im Lesesaal einer Wissenschaftlichen Bibliothek: mit einem Smartphone.

Bei aller Form muss die Vorherrschaft über das Medienprodukt die erzählte Geschichte behaupten . Für deren Dramaturgie die Darstellungen und Dokumente einzusetzen, die schon in den Depots und Archiven der Museen und Galerien vorhanden sind, ist eine spannende und herausfordernde Arbeit. Verständnis der Sache, visuelle Gestaltungskraft, Beherrschen von Erzählung und deren Dramaturgie einerseits sowie andererseits der technischen Möglichkeiten zeichnen die Arbeiten von NXDRF aus.

Zu den möglichen Gestaltungselementen gehören unter anderen:

Aus einem einfachen Foto aus dem Archiv der BStU wird eine filmische Sequenz. Dargestellt wird der „Internationale Club der Seeleute”. Durch die Animation wird die Verweilbereitschaft des Zuschauerblicks durchaus signifikant verlängert, im Foto wird eine räumliche Tiefe geschaffen. Auf der Tonspur haben wir tontechnisch bearbeitete Musik (aus Gründen des Copyright wurde die Tonspur stummgestaltet), die den Eindruck verstärkt, einen Nachtclub bei Nacht zu betrachten. ©Animation von NXDRF
  • Animation von Fotos und Bildern oder dezente Einbindung einzelner animierter Elemente in ein festes Bild oder Foto, die Bereitschaft der Nutzer zu einer längeren Betrachtung eines digital bereitgestellten Bildes (etwa im Film oder auf einer Webseite) steigt signifikant durch den dezenten Einsatz animierter Elemente (das kann manchmal auch nur eine sanfte Kamerabewegung sein …)
  • zweidimensionale bildliche Darstellungen digital zu „begehbaren” „Erzählräumen” aufbereiten
  • Cut out einzelner Motive aus Dokumenten und Bildern
  • Montieren und Collagieren von motivischen Elementen in neu – im Sinne der Dramaturgie – entworfenen „Erzählräumen”
  • 3D-Modellierungen von an sich zweidimensionalen Darstellungen werden zu wirklichen Verkörperungen in den Kontexten solcher „Erzählräume”; 3D-Modellierungen treffen gerade bei jungen Zuschauern auf eine positive Prädisposition, weil solche Welten aus Computerspielen vertraut sind;
  • Media-Mix als zeitgemäßes Erzählformat, das Elemente des Realfilms wie etwa Experteninterviews in die darzustellende Geschichte einbindet – gerade diese Mischform setzt sich zur Zeit als eines der mächtigsten Erzählelemente durch
  • Motion Graphs: die Einbindung von Schrift in Realfilmbilder; Schriften, die „atmen” und dadurch weit über die Wirkung eines nur eingeblendeten Inserts hinausweisen
  • die Kombination von Bild, getexter Sprache, Originalton/Geräusche und Musik ergibt ein wirksames Mittel, um Informationen und Botschaften zu transportieren

Aus einem mehr oder weniger Zufallsfund in einer Wissenschaftlichen Bibliothek entstand dieser erste Entwurf, um ein handkoloriertes Druckwerk aus dem 18. Jahrhundert als bewegtes Bild zu animieren und ein zeitgenössisches Interesse zu erzeugen. Die grafische Gestaltung der Umgebung erzeugt einen leichten Verfremdungseffekt, der die Konzentration auf das Objekt verstärkt. Ein naturalistischer Umgebungston unterstützt die „Belebung” der papiernen Vorlage. Und nicht zuletzt trägt die sorgfältig ausgewählte Musik sehr zur Wirkung dieses filmischen Ausschnitts bei. ©NXDRF
Zum Vorigen: Die Gestaltung mit den vorhandenen Dokumenten fordert Kreativität. Für den Titel des Films nutzte ich das Titelblatt des Buches aus dem 18. Jahrhundert. Dessen Buchstaben setzen sich in einer Animation zu einer neuen Überschrift zusammen. So sehe ich den Umgang mit den wunderbaren alten Dokumenten aus den Archiven: das Material aus vergangenen Zeiten in neuen Kontexten zu beleben und für zeitgenössisches Publikum interessant und „lebendig” machen. ©NXDRF

Unsere Gegenwart: ein audiovisuelles Zeitalter – auch bei der Digitalisierung von Museen

Das Zeitalter Johannes Gutenbergs wird oft als bedeutende Medienrevolution beschrieben. Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern machte Wissen in Büchern technologisch wesentlich leichter reproduzierbar als in den Jahrhunderten zuvor. Durch die erheblich verbesserte Technologie der Buchherstellung und die daraus resultierenden Skaleneffekte sanken die Produktionskosten und damit die Anschaffungspreise der Bücher. Bücher bedienten bald auch das rarste Interesse der potenziellen Käufer. Immer weniger Menschen lesen. Und diese „immer weniger” Menschen lesen zu allem Übel auch noch immer weniger.
Man sagt, auch unsere Zeit sei eine Medienrevolution. Möglicherweise ist diese von einer Tragweite ähnlich der Ära Gutenbergs. Unsere Zeit ist eine Epoche des Audiovisuellen: Nachrichten, Unterhaltung, zwischenmenschliche Kommunikation (z. B. in sozialen Netzwerken): all‘ das funktioniert zunehmend über Angebot und Austausch von Bildern. Der Anteil an bewegten Bildern daran steigt rasant. Seine Zielgruppe erreichen (und neue Zielgruppen erschließen) kann man jedoch mittels bewegter Bilder (im Idealfall mit sorgfältig aufgezeichneter Sprache, der mitklingenden Akustik des Raums und mit Musik, also mit Filmen.) Filme übersetzen Fakten, Tatsachen, Informationen, aber auch Biographien, Ereignisse und Erlebnisse in nachvollziehbare Geschichten. Filme machen Zusammenhänge anschaulich, Geschichte und ihre Geschichten verständlich, sie erhöhen das Verständnis von Informationen. Filme unterstützen die Fantasien ihrer Betrachter und eröffnen oft neue Erfahrungswelten. Filme ermöglichen Perspektivwechsel, Filme fokussieren, lenken Blicke auf Wesentliches und sie erzeugen Empathie mit Themen und Protagonisten.

Erhöhung der Reichweite durch einen besonderen Netflix-Effekt

Die revolutionären Medien heißen heute: Internet, social media und Streaming. Diese Technologien ermöglichen Austausch und Zugriff auf Wissen zu jedem Zeitpunkt, an fast jedem Ort der Erde. Unser Projektvorschlag kann einen wesentlichen Beitrag zu diesem aktuellen revolutionären Medienwandel leisten. Die Erfahrung zeigt: auch sehr komplexe Inhalte haben ihr Publikum, wenn die Vertriebsplattformen nur weit genug zugänglich sind – mehr als man mit herkömmlichen Präsentationen (ob Ausstellung, Buch oder lineares Fernsehen) je erreichen könnte. So lassen sich Sujets und Themen in die Welt tragen, Kontexte aufzeigen, Interesse für spezielles Wissen und Wissenschaften wecken und erhöhen.

Neben den neuen Dramaturgien und visuellen Umsetzungen zeichnet sich unser Medienzeitalter durch eine weltweite Erreichbarkeit rundum die Uhr aus. Nicht nur, dass so auch sehr spezialisierte Themen ihr ebenso spezialisiertes zahlreiches Publikum finden, dieses Publikum tauscht sich auch weltweit und jederzeit untereinander aus. Digitale Verbreitungswege und soziale Medien ergänzen vorhandene Vertriebskanäle. Sie verstärken einander gegenseitig.


Der Streamingdienst NETFLIX zeigt diese Strategie exemplarisch. Eine Mischung aus Mainstream und Spezialthemen bestimmt dessen Angebot. Erfolgreich im Kino verwertete Spielfilme oder für Networks wie BBC oder Discovery Channel produzierte Dokumentationen werden dort ebenso angeboten wie speziell vom Dienst selbst entwickelte und produzierte fiktionale Serien. Unser Augenmerk gilt Dokumentationsformaten, die auf Streamingdiensten erfolgreich vertrieben werden. Spezialthemen wie etwa Gastronomie, Musik, Astrophysik bis hin zur Theorie der Popkultur etc. ergänzen solche Programme und bereichern die programmatische Ausrichtung: in der Nische den Markt anzutreffen . Mehr und mehr setzen sich innovative Erklär- und Dokumentarfilme durch. Diese Strategien haben wir bei NXDRF und dem Bureau für Begeisterung für die Entwicklung unseres Angebots an Museen, Galerien und Archive im Auge. Mittels hochwertiger Optik, sorgfältig ausgewählter Musik und einem auf den ersten Blick leicht zugänglichen Sujet einen ganzen Kosmos von Kontexten zwischen Natur und Wissenschaft, Geschichte und Gegenwart, zwischen den Regionen der Erde, dem menschlichen Erkenntnisdrang und Erfindungsgeist wie auch dem Sinn für das Schöne. Die Leidenschaft für den Gegenstand des Films leitet uns dabei.

Im Jahr 2008 ereignete sich eine technische Revolution. Die Firma Canon brachte mit der 5D Mark II eine Kamera auf den Markt, die Filme zu machen gleich in vielfacher Hinsicht dramatisch veränderte. Diese Kamera „sah” besser als die meisten bis daher im Bereich digitales Video eingesetzten Geräte. Und der Preis dieses Profiapparates lag Welten unter den Preisen, die bisher für professionelle Videokameras aufgerufen wurden. Anschaffungspreise, die seitdem an die Kunden weitergegeben werden und die Produktion von Filmen für einen großen Kreis potenzieller Kunden erschwinglich machen. Während dieser Revolution begann auch NXDRF um 2010 technisch und gestalterisch Filme zu produzieren. Das Angebot weitete sich schnell auf Erklärfilme, Porträts von Firmen und Menschen, Image- und Eventfilme, Werbung sowie künstlerische Kurzfilme aus.

Besondere Bedeutung kommt dabei Erfahrungen in Gesprächstechnik zu, mit denen wir ungeübte Interviewpartner durch das Interview „tragen”, ihnen die Unsicherheit nehmen, sie davor bewahren mit den Augen in die Kamera zu irrlichtern und verhackstückte Phrasen zu stammeln. Unsere Interviewpartner in den Filmen sprechen überlegte, sinnvolle, ganze Sätze. Denn ein seiner selbst und seiner Botschaft sicherer Protagonist strahlt Souveränität aus und bringt seine Information überzeugend an seine Zielgruppe. Die Zuschauer nehmen ihm das Gesagte ab.

Zudem legt NXDRF größten Wert darauf Technik und Gestaltung nicht zum Ballast der Geschichte, sondern zu deren Helfern zu machen. Die Produktionen von NXDRF werden immer von den Protagonisten und ihren Geschichten getragen. Das große Portfolio an Technik und Gestaltungsmitteln trägt dazu bei, einzigartige Filme herzustellen, ohne das Projekt zu überfrachten oder gar zu dominieren.

Im Jahr 2008 ereignete sich eine technische Revolution. Die Firma Canon brachte mit der 5D Mark II eine Kamera auf den Markt, die Filme zu machen gleich in vielfacher Hinsicht dramatisch veränderte. Diese Kamera „sah” besser als die meisten bis daher im Bereich digitales Video eingesetzten Geräte. Und der Preis dieses Profiapparates lag Welten unter den Preisen, die bisher für professionelle Videokameras aufgerufen wurden. Anschaffungspreise, die seitdem an die Kunden weitergegeben werden und die Produktion von Filmen für einen großen Kreis potenzieller Kunden erschwinglich machen. Während dieser Revolution begann auch NXDRF um 2010 technisch und gestalterisch Filme zu produzieren. Das Angebot weitete sich schnell auf Erklärfilme, Porträts von Firmen und Menschen, Image- und Eventfilme, Werbung sowie künstlerische Kurzfilme aus.

Besondere Bedeutung kommt dabei Erfahrungen in Gesprächstechnik zu, mit denen wir ungeübte Interviewpartner durch das Interview „tragen”, ihnen die Unsicherheit nehmen, sie davor bewahren mit den Augen in die Kamera zu irrlichtern und verhackstückte Phrasen zu stammeln. Unsere Interviewpartner in den Filmen sprechen überlegte, sinnvolle, ganze Sätze. Denn ein seiner selbst und seiner Botschaft sicherer Protagonist strahlt Souveränität aus und bringt seine Information überzeugend an seine Zielgruppe. Die Zuschauer nehmen ihm das Gesagte ab.

Zudem legt NXDRF größten Wert darauf Technik und Gestaltung nicht zum Ballast der Geschichte, sondern zu deren Helfern zu machen. Die Produktionen von NXDRF werden immer von den Protagonisten und ihren Geschichten getragen. Das große Portfolio an Technik und Gestaltungsmitteln trägt dazu bei, einzigartige Filme herzustellen, ohne das Projekt zu überfrachten oder gar zu dominieren.

Hochwertig und dennoch bezahlbar

Seit 2010 produziert, dreht und nachbearbeitet NXDRF.DE selbst. Bei kleineren Produktionen wirkt sich das spürbar auf die Produktionskosten aus. Logisch, dass darunter die Qualität der Produkte nicht leiden darf. Technisch ist NXDRF.DE immer auf der Höhe der Zeit. Gestalterisch erneuert sich NXDRF.DE ständig – inspiriert durch die neuesten ästhetischen Einflüsse der hochwertigen filmischen Dokumentationen auf den Streamingplattformen. Besonders auch die Überschneidungen zwischen Realfilm- und digitalen Nachbearbeitungen, etwa Motion Design, Motion Graphs, Animationen, all jenen Mischformen, die das Erzählen einer Geschichte vielschichtig, ästhetisch wertvoll und, ja, auch tiefgründig (!) machen.

Die thematische Spannweite ist groß.

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Fallstudie: 1821 – Hahnemann und Homöopathie in Köthen
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