Dokumentarfilme
TV-Produkionen

Dokumentarfilmproduktion: Mit bewegten Bilder bewegende Geschichten aus dem Leben erzählen

Begonnen hatte alles vor mehr als 20 Jahren mit der ersten eigenen Dokumentarfilmproduktion: über musikalische Wunderkinder. Filmemachen war da von einer fernen Faszination zu einer sehr praktischen Leidenschaft geworden. Es folgten regelmäßig weitere Produktionen. Auch mit anderen Firmen. Mit der Wiesbadener Produktion „Bewegte Zeiten” etwa entwickelte NXDRF eine für damalige Verhältnisse in Gestaltung und Tonlage völlig neue Dokumentarfilmreihe mit Porträts über Winzer „Wein.Gut” für den dokukanal des ZDF. Genauer gesagt war das eine Serie über Winzer, die je auf eigene Art etwas besonderes für den Ruf des deutschen Weins getan hatten. Die Reihe war eine besondere Mischung aus Personen, Ansichten und auch Arten, Wein zu machen. Und sie bot etwas damals völlig neues! Schluss mit Vivaldi-Fahrstuhlmusik und trutschigen Winzerporträts mit Römergläsern und Butzenscheiben. 2006/7 waren wir die ersten, die Filme über Wein mit coolem Jazz im Loungestil und einer (zu dieser Zeit) modernen Splitscreen-Optik gemacht hatten. Inzwischen hat sich die Sichtweise der Zuschauer und haben sich die Medien, die Art und Weise, Filme unter die Menschen zu bringen, erheblich entwickelt. NXDRF arbeitet deshalb ständig an neuen Formaten, Formen, Bildsprachen. Die Möglichkeiten, Dinge in Bildern auszudrücken, werden immer vielfältiger und sind auch immer besser verfügbar. Diese Erfahrungen im Umgang mit Film führten zu zahllosen weiteren Produktionen – vor allem auch im privatwirtschaftlichen Bereich. Wichtige Leitidee dabei blieb immer, die aktuellen technischen Möglichkeiten anzuwenden und so Kommunikationskultur zu befördern. So arbeitete NXDRF etwa nach der Einführung des ersten iPads daran, Unternehmensmagazine auf dieses neue Gerät zu applizieren und dabei die Grenze zwischen Printprodukt und Bewegtbild durchlässig zu machen.

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85 Meter unter der Erde

Diese Arte-Produktion fand zu einem großen Teil unterirdisch statt. Wieder produziert von „Bewegte Zeiten” kletterten NXDRF und das Kamerateam in einen Schacht, den eine Gruppe enthusiastischer Männer im deutschen Südwesten in einen Berg getrieben hatten, um tief unten, am Grunde eines Höhlensystems dem Geheimnis der versunkenen Donau auf die Spur zu kommen. Auf 43 Minuten geht der Film der Frage nach, was mit der noch jungen Donau passiert, wenn sie sommers nach nur ca. 60km plötzlich in ihrem Bett versickert und trocken liegt. Irgendwo muss sie ja sein. Im karstigen Berg – so die Amateurforscher – suchen sich die Wasser der Donau dem Gefälle folgend ihren Weg. Am größten Quelltopf Deutschlands, dem Aachtopf in Aach, tritt das Donauwasser wieder aus, fließt durch den Hegau in den Bodensee. Und von dort? Vom Bodensee fließt das Donauwasser als Rhein Richtung Norden und schließlich in die Nordsee. Das tut sie im Durchschnitt an 180 Tagen des Jahres. Der Film „Die schwarze Donau – Ein Fluss verschwindet” zeigt die Suche nach der unterirdischen Donau, zeigt wie Menschen mit Enthusiasmus Berge versetzen, nur um auf deren Grund zu sehen. Das Tüpfelchen auf dem „i” war, diesen Film auf dem Bergfilmfestival in Graz präsentieren zu können: in einem Kinosaal, der in eine Höhle gebaut wurde, tief im Hausberg der Stadt.

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DVD-Produktion für arthaus: „Rinaldo”

Manche Großproduktionen sind besonders inspirierend. Sei es, dass der Aufwand außergewöhnlich fordernd ist und dass dadurch ungeahnte Kräfte freigesetzt werden. Sei es, weil das Sujet der Produktion selten ist. So war es als NXDRF für Produktion und Postproduktion einer Opernaufzeichnung auf DVD verantwortlich war. Drei Tage mit der Lauttencompagney aus Berlin und der Compagnia Carlo Colla aus Mailand im Barocktheater des Schlosses Ludwigsburg. Wir zeichneten die Aufführung der Händel-Oper „Rinaldo” auf. Die Postproduktion dauerte fast zwei Monate. Resultat: ein Opernerlebnis auf DVD. Das kann einen schon ein bisschen stolz machen.

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Zeithistorische Dokumentationen

Schon seit einigen Jahren erarbeitet NXDRF für Spiegel TV rechercheintensive Dokumentationen über die jüngere deutsche Geschichte. Gründliches Aktenstudium, Suche von Interviewpartnern, zahllose Gespräche mit Zeitzeugen legen verschüttete Phänomene der DDR frei. So entstanden bisher filme über „Freimaurer in der DDR” und „Prostitution in der DDR”.

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Drohnenaufnahmen als erzählerisches Mittel