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Wichtige Entscheidung in einer Situation der Ungewissheit

Das Coronavirus hat Auswirkungen in alle Bereiche des privaten, des gesellschaftlichen und eben auch des wirtschaftlichen Lebens. Solchen Auswirkungen kreativ zu begegnen, um Nachteile und drohende Verschlechterungen auszugleichen, ist eine wichtige Konsequenz aus den Erfahrungen der letzten Monate. Um so bemerkenswerter ist sicher, dass der VDP Nahe mit seinen verpartnerten Regionalverbände Ahr, Pfalz und Rheinhessen schon im Frühjahr 2020 die Notwendigkeit erkannte, alternative Lösungen zur traditionellen, so genannt „nassen” Versteigerung im September zu erwägen und zu entwickeln.

Als – im Frühjahr 2020 – diese Erkenntnis griff, vermochte noch niemand zu sagen, welche Regeln des menschlichen Miteinanders zum Zeitpunkt der Versteigerung im September gelten würden. Doch dass die bis dahin traditionelle Versteigerung in der Bad Kreuznacher „Römerhalle” mit Hunderten Gästen, die eng beieinander sitzen und ausgeschenkte Weine probieren, für die dann gesteigert werden kann, nicht wie gewohnt durchzuführen war, das war allen klar. Und es war auch klar, dass frühzeitig eine alternative Lösung entwickelt werden musste. So kam es im Juni des Jahres zu ersten Gesprächen zwischen VDP Nahe, NXDRF und Media4Rent.

In Rekordzeit wurde ein Konzept entwickelt, das nichts weniger als ein Jahrhundertprojekt werden musste. Doch mit Jahrhundertschritten kennt der VDP sich aus. Die Geschichte der Weinversteigerungen der jüngeren Zeit könnte durchaus als eine Abfolge von Jahrhundertschritten gelesen werden. In dieser Tradition, mutig Neues zu wagen, sollte dieses Projekt betrachtet werden: Einer der kleinsten Regionalverbände des VDP wagt es – gezwungen durch die coronabedingten Unsicherheiten des Jahres 2020 – die Tür in ein neues Zeitalter der Digitalisierung aufzustoßen. Was am Beginn der Entwicklungsphase noch (beinahe naiv) als Livestream gedacht war, wuchs sich zu einer liveübertragenen, weltweit empfangbaren Auktion aus, die sich in Machart und Erscheinung durchaus mit Fernsehproduktionen messen lassen kann. Zum Zeitpunkt des Entschlusses war jedem das große Wagnis (aber kaum das Ausmaß der Produktion) bewusst.

NXDRF entwickelte für diese Veranstaltung ein Konzept und produzierte dafür den größten Teil der Einspielfilme, beriet bei der Standortwahl und entwickelte ein Framework, das die Prozeduren der klassischen, „nassen” Versteigerung in der Kreuznacher Römerhalle weitestgehend erhielt und für die Anforderungen einer Liveübertragung adaptierte. Schließlich setzte NXDRF nach ausführlichen Proben das Projekt als Regie im Studio um.

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