Luther in Oppenheim
Duale Vermittlungsstrategie
Ein historischer Moment, zwei mediale Lösungen.
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Die Herausforderung: Das Unsichtbare visualisieren Die Legende um Luthers letzte Nacht vor dem Reichstag in Worms (und die vermeintliche Entstehung des Liedes „Ein feste Burg“) entzieht sich der direkten Dokumentation. Die Aufgabe bestand darin, diesen Wendepunkt der Reformation sowohl emotional-psychologisch als auch didaktisch-informativ für ein museales Publikum aufzubereiten.
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Die Lösung: Mediale Transformation Anstatt sich auf ein Format festzulegen, wurden zwei grundlegend verschiedene filmische Ansätze gewählt:
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Der Realfilm (Psychogramm): Eine Reduktion auf den inneren Monolog und die physische Beklemmung in der Herberge. Hier liegt der Fokus auf der Atmosphäre und der akustischen Isolation.
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Die 2,5D-Animation (Narrative Rekonstruktion): Eine visuelle Aufarbeitung der Reise nach Worms unter Verwendung historischer Quellen (Kupferstiche, Manuskripte), die durch Schichtung und Parallax-Effekte räumliche Tiefe gewinnen.
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Der Mehrwert: Audiovisuelle Gesamtautorschaft Dieses Projekt belegt die volle dramaturgische Kontrolle: Vom Drehbuch über die Regie bis hin zur musikalischen Eigenkomposition (im Realfilm). Die 2,5D-Animation dokumentiert zudem den methodischen Übergang von der statischen Grafik zur digitalen Szenografie – ein entscheidender Vorläufer meiner heutigen 3D-Arbeiten.
