Visuelle Dramaturgie III: Händels „Rinaldo”

Dramaturgische Architektur im multi-perspektivischen Raum.

Die Herausforderung: Komplexitätsmanagement unter Hochdruck

Die filmische Konservierung einer hochkomplexen Theaterinszenierung mit vier Kameras an drei Tagen und einem Ensemble, das sowohl musikalisch als auch darstellerisch (Puppenführung) höchste Präzision verlangt.

  • Die Leistung: Überführung einer dreistündigen Live-Darbietung in eine konsistente, bildgewaltige Schnittfassung als High-End-Medien (Blu-ray/Dolby) für Arthaus.

  • Die Hürde: Ausgleich szenischer Unwägbarkeiten durch präzise Postproduktion und rhythmisches Mastering.

Die narrative Lösung: Die Kamera als Kurator

Die Kameraführung übernimmt die Rolle des idealen Zuschauers. Sie lenkt den Blick auf das Detail (die Mechanik der Puppen), ohne das große Ganze (die barocke Opulenz der Zauberoper) zu verlieren. Mehr noch, in besonderen Situation verlängert sie den Blick des Zuschauers, ermöglicht ihm für einen Augenblick, eine Perpektive, die vom Theatersessel nicht zu erlangen ist,

  • Der Fokus: Wahrung der künstlerischen Intention bei gleichzeitiger Steigerung der visuellen Dynamik für das digitale Medium.

Handwerkliche Umsetzung: Multi-Cam-Souveränität

Beherrschung des gesamten Workflows von der technischen Aufnahmeleitung bis zum finalen Mastering.

  • Technologie: Präziser Multi-Kamera-Schnitt und Farbkorrektur, die den spezifischen Lichtraum der Bühne für den Bildschirm übersetzt, ohne die atmosphärische Tiefe zu nivellieren.